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Kurden

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Kurden Artikel

Kurden Beschreibung
Kurden Beschreibung
Kurdisches Siedlungsgebiet

Die Kurden sind ein eigenes Volk. Es gibt schätzungsweise zwischen 24 - 27 Millionen Kurden. Davon sind 12 – 15 Mill. in der Türkei, 5,7 Mill. in dem Iran, 4 Mill. in dem Irak, 1 Mill. in Syrien, 0,7 Mill. in Westeuropa und 0,4 Mill. in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion beheimatet. Desweiteren gibt es eine kleinere Anzahl von Kurden in Libanon und Israel.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Aufstand der Soldaten. Das Attentat auf Hitler am 20.07 1944. Das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 In "Der Aufstand der Soldaten" wählte Kirst das Attentat auf Hitler und den soldatischen Widerstand am 20. Juli 1944 zu dem Vorwurf für ein packendes Romangeschehen. Genau geschilderte Tatsachen sind das Fundament dieses Romans der großen Entscheidungen, der gefährlichen Hilflosigkeit, der todesmutigen Taten,...

Herkunft

Wahrscheinlich ist, dass die Vorfahren der Kurden während der zweiten großen Wanderungsbewegung der indogermanischen Arier um 2000 v. Chr. von West-Iran sich in dem Gebiet, das später als Kurdistan genannt wurde, ansiedelten. Das Volk der Kurden ging aus mehreren Völkern und Stämmen hervor. Ihre Kultur, Sprache und Mythologie ist jedoch tief in der iranischen Kultur verwurzelt.
Über die Abstammung der Kurden gibt es verschiedene Thesen, wobei zu beachten gilt, dass Völkervermischungen gerade über diesen langen Zeitraum stattgefunden haben:

  • 1. Nachfahren der Hurriter, die das Mitanni-Reich zerstörten (um 1500 v. Chr.). Deren Name Churri, von denen sich laut dieser Theorie auch der Name Kurde ableitet. Das Siedlungsgebiet der Churriter stimmt fast genau mit den Grenzen Kurdistans überein.
  • 2. Abstammung von den Medern, (Kurandsch hergeleitet von Kur/Kurd und Mandsch für "Meder"). Viele der Kurden sehen sich heute als Nachfahren der Meder. Dies hat sich auch dadurch verstärkt, dass das altmedische Wort Turd/Kurd "stark" bedeutet. Man findet diese Form in dem sogenannten Kurmanji, einem kurdischen Dialekt, wobei die medische Übersetzung "Starker Meder" wäre. Gleiches gilt auch für das Wort Türkiye, das ebenfalls mit "stark" oder "mächtig" übersetzt werden kann.
  • 3. Abstammung von den Skythen. Xenophon berichtet in der Anabasis (III,5,15) von einem Stamm der Karduschen. Allerdings bezweifeln die meisten Historiker und Archäologen, dass größere Teile der Skythen im späteren kurdischen Volk aufgegangen sind, denn die Heimat der Skythen war Kasachstan, Südrussland und die Ukraine.

Keine dieser Thesen konnte bislang wissenschaftlich bestätigt werden.

Der geographische Name "Kurdistan" taucht das erste mal in arabischen und seldschukischen Quellen auf.

Buch-Tipp: Aufstand des Individuums. Warum wir Führung komplett neu denken müssen Sprengers Ideen zu Führung Sprenger ist ja kein Freund des Qualitätsmanagement-Denken. Das gefällt mir sehr gut. Er verteufelt auch hier wieder den ganzen Messbarkeitswahn in Unternehmen. Führungskräfte sollen sich lieber auf ihren gesunden Menschenverstand verlassen und sich fragen, was Sie selbst können und was die Mitarbeiter gut können...

Geschichte

Buch-Tipp: Aufstand des Individuums. Warum wir Führung komplett neu denken müssen. Sprengers Ideen zu Führung Sprenger ist ja kein Freund des Qualitätsmanagement-Denken. Das gefällt mir sehr gut. Er verteufelt auch hier wieder den ganzen Messbarkeitswahn in Unternehmen. Führungskräfte sollen sich lieber auf ihren gesunden Menschenverstand verlassen und sich fragen, was Sie selbst können und was die Mitarbeiter gut können...

Frühgeschichte

Die blühendste Periode, nach kurdischer Sicht, war in dem 7. Jahrhundert vor Chr. in dem Meder-Reich. In dem 12. Jahrhundert gründete Saladin, der zu Rawendis Zweig des Hadabani Stammes gehörte, die Ayyubiden-Dynastie von Syrien. Dieses Reich erstreckte sich über Teile von Ost- und Westkurdistan, Chorassan, Ägypten und dem Jemen. Das Ayyubidische Reich war aber keines falls ein Kurdisches Reich, viele seiner Bewohner - eigentlich die meisten - waren Araber und andere Völker. Es war ein islamisches Reich, denn die Bewohner genannten sich als Muslime und nicht als Araber oder Kurden.

Buch-Tipp: Bastard!!, Bd.8, Aufstand (Carlsen Comics) Fulminantes Finale in gewohnter Hagiwara qualität ! In diesem Band kommt es zu dem endgültigen Showdown zwischen dem schwer angeschlagenen Dark Schneider und Abigail bei dem mehr als ca. ein wenig zu bruch geht. . . Ausserdem erfährt man endlich mehr über die entstehung der Antharax und die vergangenheit des Landes Metallicana. Am ende dieses Bandes...

Mittelalter

Ein großer Wendepunkt ist die Schlacht von 1514 bei Caldiran (nahe Van) zwischen Osmanen und Safawiden. Schah Ismail I. unterliegt Sultan Yavuz Selim I . Danach kommt fast ganz Ostanatolien unter osmanische Herrschaft. Auf seinem Zug in die Osttürkei bringt der Sultan bei Sivas an die 40 Tausend Aleviten um, welche türkische und kurdische Gruppen umfassen (wobei die ersteren überwiegen), um eventuelle Zusammenarbeit mit den Safawiden zu unterbinden. 1596 verfasst Serefhan , Fürst von Bitlis und Sohn von Idris Bitlisi , das Geschichtswerk Serefname (Prachtschrift) mit dem ersten vollständigen Überblick über die kurdische Geschichte. Unter anderem wird darin behauptet, dass das Fürstentum Bitlis von Malatya bis zu dem Urmiasee reichte. Die historische Korrektheit dieses Geschichtswerkes wird jedoch bezweifelt.

Buch-Tipp: Bruder Cadfael. Das Mönchskraut / Der Aufstand auf dem Jahrmarkt Bruder Cadfael - Band 3 + 4 England in dem Dezember 1138: Abt Heribert wird nach London zu einem Legatenkonzil beordert. Dort soll er über seine Tätigkeit in dem Kloster von Shrewsbury Rechenschaft ablegen. Da Heribert sich keineswegs sicher ist, ob er in seinem Amt bestätigt wird, müssen wichtige Dokumente bis zu seiner Rückkehr warten. Fatalerweise...

20. Jahrhundert

Bis zur Zeit des Ersten Weltkriegs wurde das kurdische Bewusstsein einerseits durch die Stammeszugehörigkeit geprägt, andererseits durch den sunnitischen Islam. Unter dem Einfluss europäischer Ideen entwickelten sie dann ein eigenes Nationalgefühl. Durch die alliierten Siegermächte wurde ihnen zunächst ein eigener kurdischer Staat (Kurdistan) in Aussicht gestellt. Jedoch wurde ihr Siedlungsgebiet auf die Territorien verschiedener Staaten aufgeteilt, wo man sie - mit wenigen politischen Rechten ausgestattet - als ethnische Minderheit anerkannte. In der Türkei werden sie als "Bergtürken" diffamiert und der Gebrauch der kurdische Sprache war bis vor kurzem verboten.

Am 22.01.1946 wurde eine Kurdenrepublik in Nordwestiran mit Mahabad als Hauptstadt und Qazi Mohammed als deren Präsident gegründet. Die Sowjetunion wollte durch die Gründung Kurdistans und Aserbaidschans auf iranischem Boden Einfluss auf die Region ausüben. Nach Abzug der Sowjets aus dem Iran wurden die beiden Republiken von der iranischen Armee zurückerobert. Nach ca. 13 Monaten wurde Quazi Mohammed mit weiteren Ministern auf dem Car Cira Platz, von dem aus die kurdische Republik ausgerufen worden war, am 31. Mai 1947 hingerichtet. Zu einer teilweisen Selbstverwaltung und Beteiligung an der Regierung kam es in dem Irak 1970 bis 1974.

Nach dem zweiten Golfkrieg 1991 verfügte die UNO im Irak eine Schutzzone nördlich des 36. Breitengrades. Im dritten Golfkrieg 2003 beteiligten sich kurdische Kräfte auf Seiten der Vereinigte Staaten Amerika an der Eroberung nordirakischer Städte. Seitdem genießen die irakischen Kurden einen besonderen Status als Verbündete der Vereinigte Staaten Amerika. Die Absicht der irakischen Kurden, mehr Autonomie und Einfluss zu bekommen, wird vor allem von der Türkei sehr missbilligt, da man einen entsprechenden Einfluss auf die Kurden in der Türkei befürchtet.

Buch-Tipp: Das Bundesverfassungsgericht. Höchstrichterliche Verantwortung: Verfassung vor Recht Limbach charakterisiert das Bundesverfassungsgericht als Machtfaktor in der Politik, da es Recht nachdem Maßstab des Grundgesetzes spricht und es sich mit der Auslegung und Anwendung des Grundgesetzes beschäftigt. Dabei betont sie, daß das Gericht jedoch kein politisches Steuerungsinstrument sei,...

Politik

Bislang sind die Bemühungen um eine staatliche Souveränität auch daran gescheitert, dass die Kurden untereinander zerissen sind. In einer feudalen Gesellschaft galt nämlich, dass das Recht des Herrn oder geistlichen Oberhauptes vor dem Recht des Volkes kam. Es fehlte das nationale Gefühl. Aber in den letzten hundert Jahren kam auch der Nationalismus nach Kurdistan, so dass die Kurden stets mehr zusammen rückten. Das machte sich auch dadurch bemerkbar, dass die Kurden vermehrt Parteien bildeten, die sich europäische Parteien zu dem Vorbild nahmen. In den frühen 20er Jahren wurde in dem Libanon die Organisation Xoybun gegründet, die unter anderem den Ararat Aufstand anführte. Die bekanntesten Parteien türkischer Kurden sind die KONGRA-GEL (ehemals PKK) und KADEK , die Komala , die PDK , die PSK und die YNK . Die meisten dieser Organisationen verfolgten jahrelang ihre Absichte mit Terror. In Syrien sind bekannte kurdische Parteien die Al Party , die kurdische Volksunion (Hevgirtin Gel ) und die Yekiti (Partei der Einheit).

Buch-Tipp: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland Die Vielfalt der Parteienlandschaft in der Bundesrepublik Deutschland, nicht zuletzt durch die Fusionierung der PDS, ist äußerst groß. Das Thema des Parteiensystems ist somit ein interessantes, facettenreiches Feld, indem es sich lohnt zu forschen und tiefer in die Materie einzutauchen....

Die größten Aufstände in dem 20. Jahrhundert

  • 1930: Erster Ararat Aufstand unter der Organisation Xoybun
  • 1961 bis 1970: Barzani Aufstand in dem irakischen Teil
  • 1967 bis 1968: Aufstand der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPK-I )
  • 1984 bis 1999: Bewaffneter Kampf der PKK in der Türkei
Buch-Tipp: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland. Eine Einführung. Top ! Unverzichtbar für jeden Politikstudenten und Interessierten. Es gibt viele Abhandlungen über Parteien, aber dieses sticht durch sein klare, gut formulierte Intelligenz hervor.

Religion

Die Kurden sind mehrheitlich sunnitischen Glaubens (etwa 75%). Etwa 20 Prozent sind Schiiten, daneben gibt es auch Aleviten (in der Türkei) und Jezidi.

Buch-Tipp: Das System. Die Machenschaften der Macht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Man kann allen Rezensoren dieser Seite zu dem vorstehenden Buch ca. Recht geben und zustimmen. Dieses Buch ist für jeden politisch interessierten Menschen der heutigen Zeit einfach ein "Muss". Allerdings kommt nachdem Lesen die Frage auf, weshalb geht alles so weiter in diesem...

Kultur

Es gibt eine reiche Volksliteratur in kurdischer Sprache. Zu erwähnen wäre das Epos Mem u Zin, das 1695 von dem Dichter Ahmede Xanê geschrieben worden ist. Der aus Mardin stammende Dichter Cigerxwin (Sexmus Hasan), der von 1903 bis 1984 lebte, schrieb für Zeitschriften wie Hewar . Er studierte ausführlich den Marxismus-Leninismus und hinterließ acht Gedichtsammlungen. 1935 wird der erster Roman der Neuzeit in kurdischer Sprache “Schivane Kurd� von Ereb Schemo verfasst.

Am 21. März wird das kurdische Neujahrsfest Newroz, in Anlehnung an das iranische Fest, begangen.

Buch-Tipp: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland Manches ist für einen Laien nicht zu verstehen Das Buch liest sich sehr schnell, die meisten Kapitel sind gut geschrieben und nicht langweilig. Allerdings sind die Kapitel über das Regierungssystem an vielen Stellen nicht zu verstehen. Der Autor setzt viel voraus. Das verstehen ca. Politologie-Studenten. Solch ein Buch sollte aber auch für Laien...

Sprache

Kurdisch ist eine indoeuropäische Sprache, über deren konkrete Systematik diverse Kontroversen geführt werden. Es ist jedoch allgemein gültig, dass das Kurdisch zu dem westiranischen Sprachzweig der indoeuropäischen Sprachfamilie gehört. Wegen der fehlenden politischen und kulturellen Einheit gibt es keine einheitliche, festgelegte Standardsprache. Die Hauptdialekte des Kurdischen stellen das Kurmanci, Sorani dar. Man unterscheidet in:

  • 1. Kurmanci (ca. 15 Mill. Sprecher) – Nord-Kurdisch (mit lateinischen Buchstaben). Kurmanci wird von den Kurden der Türkei, Syrien und der ehemaligen Sowjetunion gesprochen. Es ist auch unter den Kurden in dem Iran und Irak verbreitet. Vor allem das Kurmanci duchläuft gerade eine Prozess des Sprachausbaus.
  • 2. Sorani (ca. 6 Mill. Sprecher) – Zentral-Kurdisch (in arabischer Schrift). Sorani wird in dem Iran und Irak gesprochen.
  • 3. Zazaki oder Zaza/Dimili (ca. 4 Mill. Sprecher) – (Dialekt der mit dem iranischen Gorani verwandt ist)
  • 4. Gorani - (von iranischen Kurden gesprochen und heute fast ausgestorben)

Ob auch das Lurische zu dem Kurdischen gehört, wird heftig diskutiert. Insgesamt gesehen gibt es viele Mundarten, die sich von Region zu Region und von Stamm zu Stamm unterscheiden. Das macht Kurdisch zu einer reichen Sprache.

Die kurdischen Sprachen wurden 1982 von der türkischen Verfassung verboten, seit August 2002, auch auf Druck der Europäischen Gemeinschaft in dem Zuge der Beitrittverhandlungen, wieder zugelassen.== Ereignisse in Deutschland == Am 17.09 1992 werden die vier Mitglieder der Demokratischen Partei Kurdistans Dr. Sadegh Sharafkandi, Fattah Abdoli, Homayoun Ardalan und Nouri Dehkordi bei einem Attentat im Berliner Restaurant Mykonos (Charlottenburg-Wilmersdorf) von Geheimdiestangehörigen des Iran erschossen.

Buch-Tipp: Das ungeschriebene Buch der Kurden. Mythen und Legenden Unverzichtbar für die Kurden und auch für den Okzident Warum wohl?Für die Kurden - so zerstreut und zersplittert in eine Vielzahl von Stämmen und verschiedenen Religionen, völlig Herkunft und Ursprung dem Vergessen anheim gegeben, so wurzellos erscheinen heute nicht alle, aber viele Kurden, wenn man ihnen begegnet. Sie wissen wohl, welches Unrecht...

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